Schiller über die Gegenwartsliteratur
Brief an Wilhelm von Humboldt vom 17. Februar 1803
Es ist jetzt ein so kläglicher Zustand in der ganzen Poesie, der Deutschen und Ausländer, daß alle Liebe und aller Glaube dazu gehört, um noch an ein Weiterstreben zu denken, und auf eine bessere Zeit zu hoffen. Die Schlegel und Tiekische Schule erscheint immer hohler und frazenhafter, während daß sich ihre Antipoden immer platter und erbärmlicher zeigen, und zwischen diesen beiden Formen schwankt nun das Publicum. An ein Zusammenhalten ist nicht zu denken, jeder steht für sich und muß sich seiner Haut wie im Naturstande wehren.
Es ist zu beklagen, dass Goethe sein Hinschlendern so überhand nehmen läßt und weil er abwechselnd alles treibt, sich auch nichts energisch concentriert.
Schiller über Wallenstein
Brief an Wilhelm von Humboldt vom 21. März 1796
Was ich im letzten Aufsatz über den Realism gesagt, ist vom Wallenstein in höchstem Grade wahr. Er hat nichts Edles, er erscheint in keinem einzelnen LebensAkt groß, er hat wenig Würde und dergleichen, ich hoffe aber nichts destoweniger auf rein realistischem Wege einen dramatisch großen Charakter in ihm aufzustellen, der ein ächtes Lebensprincip in sich hat. Vordem habe ich im Posa und Carlos die fehlende Wahrheit durch schöne Idealität zu ersetzen gesucht, hier im Wallenstein will ich es probieren, und durch die bloße Wahrheit für die fehlende Idealitaet (die sentimentalische nämlich) entschädigen.
Schiller über Gegenwartsliteratur und Homer
Brief an Wilhelm von Humboldt am 25. Dezember 1795
Um endlich auch die Erfahrung zu befragen, so werden Sie mir eingestehen, daß kein griechisches Trauerspiel dem Gehalt nach sich mit demjenigen messen kann, was in dieser Rücksicht von Neuern geleistet werden kann. Eine gewisse Armuth und Leerheit wird man immer daran zu tadeln finden, wenigstens ist dieß mein, immer gleichförmig wiederkehrendes Gefühl. Homers Werke haben zwar einen hohen subjectiven Gehalt, (sie geben dem Geist eine reiche Beschäftigung), aber keinen so hohen objectiven (sie erweitern den Geist ganz und gar nicht, sondern bewegen nur die Kräfte, wie sie wirklich sind). Seine Dichtungen haben eine unendliche Fläche, aber keine solche Tiefe. Was sie an Tiefe haben, das ist ein Effekt des Ganzen, nicht des einzelnen; die Natur im Ganzen ist immer unendlich und grundlos.
Schiller über Karl Philipp Moritz
Brief an Charlotte von Lengefeld vom 3. Januar 1789
Sie wollten wißen, ob Moritz sich überhaupt für seinen Anton Reiser gehalten lassen will? Aus der Art, wie der davon spricht, sollte ichs fast glauben, und überhaupt ist er der Mensch nicht, der in solchen Dingen an sich hält. Es ist Philosoph und Weltbürger, dem es gar nicht einfällt, sein eigenes Ich zu schonen, wo es darauf ankömmt, der Wahrheit und Schönheit zu huldigen.
Schillers naturwissenschaftliche Ignoranz -
Über Alexander von Humboldt
Brief an Christian Gottfried Körner vom 6. August 1797
Ueber Alexandern habe ich noch kein rechtes Urtheil, ich fürchte aber, trotz aller seiner Talente und seiner rastlosen Thätigkeit wird er in seiner Wißenschaft nie etwas Großes leisten. Eine zu kleine unruhige Eitelkeit beseelt noch sein ganzes Wirken, ich kann ihm keinen Funken eines reinen objectiven Interesses abmerken, und wie sonderbar es auch klingen mag, so finde ich in ihm, bei allem ungeheuren Reichthum des Stoffes, eine Dürftigkeit des Sinnes, die bei dem Gegenstande, den er behandelt, das schlimmste Uebel ist. Es ist der nakte, schneidende Verstand der die Natur, die immer unfaßlich und in allen ihren Punkten ehrwürdig und unergründlich [!] ist, schaamlos ausgemessen haben will und mit einer Frechheit, die ich nicht begreife, seine Formeln die oft nur leere Worte, und immer nur enge Begriffe sind, zu ihrem Maaßstabe macht. Kurz mir scheint er für seinen Gegenstand ein viel zu grobes Organ un dabey ein viel zu beschränkter Verstandesmensch zu seyn. Er hat keine Einbildungskraft und so fehlt ihm nach meinem Urtheil das nothwendigste Vermögen zu seiner Wißenschaft - denn die Natur muß angeschaut und empfunden werden, in ihren einzelnsten Erscheinungen, wie in ihren höchsten Gesetzen.
Schiller über das Universitäts Wesen
Brief an Christian Gottfried Körner vom 12. Dezember 1789
Es ist mir gar lieb zu hören, daß auch Dir vor dem Universitäts Wesen ekelt; ich wollte es in meinen letzten Briefen an Dich nur nicht gerade heraussagen, daß mir diese Existenz, verbunden mit der ganzen Begleitung von fatalen Umständen, die von dem Profeßorleben unzertrenntlich sind, daß sie mir herzlich entleidet ist [...]
Schiller über Goethe (2)
Brief an Christian Gottfried Körner vom 9. März 1789
Ich muß lachen, wenn ich nachdenke, was ich Dir von und über Göthen geschrieben haben mag. Du wirst mich wohl recht in meiner Schwäche gesehen und im Herzen über mich gelacht haben, aber mag es immer. Ich will mich gerne von Dir kennen lassen, wie ich bin. Dieser Mensch, dieser Göthe ist mir einmal im Wege, und er erinnert mich so oft, daß das Schicksal mich hart behandelt hat. Wie leicht war sein Genie vom Schicksal getragen, und wie muss ich biss auf diese Minute noch kämpfen! Einhohlen läßt sich alles Verlorene für mich nun nicht mehr - nach dem 30gsten bildet man sich nicht mehr um - ich könnte ja selbst diese Umbildung vor den nächsten 3 oder 4 Jahren nicht mit mir anfangen, weil ich 4 Jahre wenigstens meinem Schicksale noch opfern muss.
Schiller über Goethe (1)
Brief an Christian Gottfried Körner vom 2. Februar 1789
Oefters um Goethe zu sein, würde mich unglücklich machen: er hat auch gegen seine nächsten Freunde kein Moment der Ergießung, er ist an nicht zu fassen; ich glaube in der That, er ist ein Egoist in ungewöhnlichem Grade. Er besitzt das Talent, die Menschen zu fesseln, und durch kleine sowohl als große Attentionen sich verbindlich zu machen; aber sich selbst weiß er immer frei zu behalten. Er macht seine Existenz wohltätig kund, aber nur wie ein Gott, ohne sich selbst zu geben - dies scheint mir eine consequente und planmäßige Handlungsart, die ganz auf den höchsten Genuß der Eigenliebe calculirt ist. Ein solches Wesen sollten die Menschen nicht um sich herum aufkommen lassen. Mir ist er dadurch verhaßt, ob ich gleich seinen Geist von ganzem Herzen liebe und groß von ihm denke. Ich betrachte ihn wie eine stolze Prude, der man ein Kind machen muß, um sie vor der Welt zu demüthigen, und an meinem guten Willen liegt es nicht, wenn ich nicht einmal mit der ganzen Kraft, die ich in mir aufbieten kann, einen Streich auf ihn führe, und in einer Stelle, die ich bei ihm für die tödlichste halte.
Schiller über Schönheit in der Kunst
Brief an Christian Gottfried Körner vom 25. Dezember 1788
Kurz, ich bin überzeugt, daß jedes Kunstwerk nur sich selbst d.h. seiner eigenen Schönheitsregel Rechenschaft geben darf, und keiner andern Forderung unterworfen ist. Hingegen glaube ich auch festiglich, daß es gerade auf diesem Wege auch alle übrigen Forderungen mittelbar befriedigen muß, weil sich jede Schönheit doch endlich in allgemeine Wahrheit auflösen läßt. Der Dichter der sich nur Schönheit zum Zweck setzt, aber dieser heilig folgt, wird am Ende alle andern Rücksichten, die er zu vernachlässigen schien, ohne daß ers will oder weiß, gleichsam zur Zugabe mit erreicht haben, da im Gegentheil der, der zwischen Schönheit und Moralität oder was es sonst sey, unstet flattert oder um beide buhlt, leicht es mit jeder verdirbt.
Schiller über eine dilettantische Privatbibliothek
Brief an Christian Gottfried Körner vom 27. Juli 1788
Ich konnt es nicht ganz vermeiden auch andre Menschen hier kennen zu lernen, doch ist es bis jezt noch gnädig zugegangen. Ein Original ist darunter, das sich aber weniger schildern läßt, der Herr von Kettelhodt, der Minister und eigentliche Landesregent. Eine groteske Species von Menschen, und eine monströse Composition von Geschäftsmann, Gelehrten, Landjunker, Galanthomme und Antike. Als Geschäftsmann soll er vortreflich seyn und dabey tragen wie ein Esel; sein größter Anspruch geht aber auch gelehrte Wichtigkeit.
Er hat eine Bibliothek angelegt, die für einen Particulier erstaunend groß, dabey aber zu keinem Zwecke ganz brauchbar ist. Sie enthält schöne und selbst rare Werke in allen Fächern, aber keins ist nur leidlich complett. Da es ihm mehr um die Mange die ins Auge fällt als um einen vernünftigen Gebrauch zu thun war, so hat er alles durcheinander gekauft. Aus der Geschichte habe ich trefliche Werke da gefunden, und im Fach der alten Romane aus dem Mittelalter mag wohl das meiste zu finden seyn.
Die Anlage von aussen fällt gut ins Auge, der Saal und der Eintritt ist fürstlich. Die Bibliothek würde ich übrigens, wärs auch nur um in dem alten Schutt der Romane und Memoires ein Goldkörnchen auszuwühlen, fleißig besuchen, wenn der Wirth zu vermeiden wäre. Aber zum Unglück ist er äuserst eitel, besonders auf gelehrte oder gar berühmte Bekanntschaften, und man wird ihn nicht los. Nachdem er in Erfahrung gebracht hat, daß ich seine Bibliothek gelobt habe mußte ich ein Souper bei ihm aushalten, und er ließ meinen Burschen von der Gaße auffangen, mich nach Volkstädt mit Wein zu regalieren.
Schiller über ungeliebte Lektüren & Geschichte
Brief an Christian Gottfried Körner vom 7. Januar 1788
Ich selbst, der ich jezt genöthigt bin seichte, trockne und geistlose Bücher zu lesen, was gäbe ich drum, wenn mir einer die Niederländische Geschichte nur so in die Hände lieferte, wie ich sie dem Publikum vielleicht liefern werde. Auf der Straße, die man gehen muß, dankt man für eine wohltätige Bank, die ein Menschenfreund dem müden Wandrer hingesetzt hat, oder für eine liebliche Allee weit mehr, als wenn man sie in einem Lustgarten findet, dem man hätte vorübergehen können.
Wenn es Nothdurft ist, die Geschichte zu lernen, so hat derjenige nicht für den Undank gearbeitet, der sie aus einer trockenen Wissenschaft in eine reitzende verwandelt, und da Genüsse hinstreut, wo man sich hätte gefallen lassen, nur Mühe zu finden. Ich weiss nicht, ob ich Dir meine Ideen klar gemacht habe; aber ich fühle, daß ich die Materie mit überzeugtem Verstande verlasse.
Schiller und der Klatsch in Weimar
Brief an Christian Gottfried Körner vom 29. August 1787
Von den hiesigen großen Geistern überhaupt kommen einem immer närrische Dinge zu Ohren. Herder und seine Frau leben in einer egoistischen Einsamkeit und bilden eine Art von heiliger Zwei-Einigkeit, von der sie jeden Erdensohn ausschließen. Aber weil beide stolz beide heftig sind, so stößt diese Gottheit zuweilen unter sich selbst aneinander. Wenn sie also in Unfrieden gerathen sind, so wohnen beide abgesondert in ihren Etagen, und Briefe lauffen Treppe auf, Treppe nieder, biß sich endlich die Frau entschließt in eigner Person in ihres Ehgemals Zimmer zu treten, wo sie eine Stelle aus seinen Schriften recitiert, mit den Worten: Wer das gemacht hat muß ein Gott seyn und auf den kann niemand zürnen - Dann fällt ihr der besiegte Herder um den Hals und die Fehde hat ein Ende.
Schiller über Goethe
Brief an Christian Gottfried Körner vom 12. August 1787
Diese Tage bin ich auch in Göthens Garten gewesen beim Major v. Knebel seinem intimen Freund. Göthens Geist hat alle Menschen, die sich zu seinem Zirkel zählen, gemodelt. Eine stolze philosophische Verachtung aller Speculation und Untersuchung, mit einem biß zur Affectation getriebenen Attachement an die Natur und einer Resignation in seine fünf Sinne, kurz eine gewiße kindliche Einfalt der Vernunft bezeichnet ihn und seine ganze hiesige Sekte. Da sucht man lieber Kräuter oder treibt Mineralogie als daß man sich in leeren Demonstrationen verfinge. Die Idee kann ganz gesund und gut seyn, aber kann auch viel übertreiben.
Schiller über den "Nutzen" von Predigten
Brief an Christian Gottfried Körner vom 12. August 1787
Herders Predigt hat mir besser als jede andre die ich in meinem Leben zu hören bekommen habe, gefallen - aber ich muß Dir aufrichtig gestehen, daß mir überhaupt keine Predigt gefällt. Das Publikum zu welchem ein Prediger spricht, ist viel zu bunt und ungleich, als daß seine Manier eine allgemein befriedigende Einheit haben könnte und er darf den schwächlichen Theil nicht ignorieren wie der Schriftsteller.
Was kommt also heraus? Entweder er gibt dem Menschen von Sinn alltagswahrheiten oder Mystik zu hören, weil er dem blödsinnigen opfern muß - oder er muß diesen scandalisieren und verwirren, um den ernsten zu unterhalten. Eine Predigt ist für den Gemeinen Mann - der Mann von Geist, der ihr das Wort spricht ist ein beschränkter Kopf, ein Phantast oder ein Heuchler. Diese Stelle kannst Du übrigens beim Vorlesen überschlagen. Die Kirche war gedrängt voll und die Predigt hatte das große Verdienst, nicht lange zu dauern.
Schiller über das Leben im Kloster
Brief an Christian Gottfried Körner vom 8. August 1787
Ich habe noch nie ein Frauenkloster gesehen und wollte es bei dieser Gelegenheit. Die Schwester der alten Arnim ist dort Superiorin und das jüngste Fräulein ist eine Pensionaire darin [...] Ich liess mir die Einrichtung und Lebensart erzählen, und fand es wahr, was man von den Nonnen sagt, daß sie höchste Zufriedenheit mit ihrem Zustand heucheln. Es waren lauter fröhliche Gesichter, aber freilich der verdrehten Augen genug.
Schiller über Herzogin Amalia
Brief an Christian Gottfried Körner vom 28. Juli 1787
Sie selbst hat mich nicht erobert. Ihre Physiognomie will mir nicht gefallen. Ihr Geist ist äuserst borniert, nichts interessiert sie als was mit Sinnlichkeit zusammenhängt, diese gibt ihr den Geschmack den sie für Musik und Mahlerei und dgl. hat oder haben will. Sie ist selbst Componistin, Göthens Erwin und Elmire ist von ihr gesetzt.
Schiller über Geschichte
Brief an Christian Gottfried Körner vom 15. April 1786
Täglich wird mir die Geschichte theurer. Ich habe diese Woche eine Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs gelesen, und mein Kopf ist mir noch ganz warm davon. Daß doch die Epoche des höchsten Nationen-Elends auch zugleich die glänzendste Epoche menschlicher Kraft ist! Wie viele große Männer giengen aus dieser Nacht hervor! Ich wollte daß ich zehen Jahre hintereinander nicht als Geschichte studiert hätte. Ich glaube ich würde ein ganz anderer Kerl sein. Meinst Du daß ich es noch werde nachhohlen können?
Schiller über Lesen und Bildung
Brief an Christian Gottfried Körner vom 15. April 1786
Ich muss ganz andre Anstalten treffen mit Lesen. Ich fühle es schmerzlich, daß ich noch so erstaunlich viel lernen muß, säen muß um zu Aerndten. Im besten Erdreich wird der Dornstrauch keine Pfirsiche tragen, aber eben sowenig kann der Pfirsichbaum in einer leeren Erde gedeihen. Unsre Seelen sind Destillationsgefäße, aber Elemente müssen ihnen Stoff zutragen, um in vollen saftigen Blättern ihn auszuschwellen.
Schiller über Interdisziplinarität
Brief an Christian Gottfried Körner vom 7. Mai 1785
Ihre Wanderung durch die Wißenschaften, liebster Freund, die Sie mir so lebhaft beschrieben haben, darf Sie niemal gereuen. Es ist immerhin von entschiedenen Nutzen, wenn man in einem Felde zu Hauße, und in den übrigen kein ganzer Fremdling ist. Sie haben Ihren Geist in zerschiednen Sphären des Denkens geübt, und laufen nicht mehr Gefahr, sich pedantisch in Ihr Hauptfach hineinzugraben.
Ein erkenntnistheoretischer Hinweis Schillers für den postmodernen Theoretiker von heute
Brief an Ludwig Ferdinand Huber vom 30. September 1790
Dazu kommt, daß an sich dunkle Materien es durch eine dunkle und schwankende Bildersprachen noch mehr werden.
Schiller über den richtigen Gebrauch der Zeit
Brief an Ludwig Ferdinand Huber vom 28. August 1787
Glaube mir es steht unendlich viel in unserer Gewalt, wir haben unser Vermögen nicht gekannt - dieses Vermögen ist die Zeit. Eine gewißenhafte sorgfältige Anwendung dieser kann erstaunlich viel aus uns machen. Und wie schön wie beruhigend ist der Gedanke, durch den bloßen richtigen Gebrauch von Zeit, die unser Eigenthum ist, sich selbst, und ohne fremde Hilfe ohne Abhängigkeit von Außendingen, sich selbst alle Güter des Lebens erwerben zu können. Mit welchem Rechte können wir das Schicksal oder den Himmel darüber belangen, daß er uns weniger als andre begünstigte - Er gab uns Zeit und wir haben alles sobald wir Verstand und ernstlichen Willen haben mit diesem Kapitale zu wuchern.
Schillers Bücherwünsche als er sich in Bauerbach versteckt hielt
Brief an Wilhelm Friedrich Hermann Reinwald vom 9. Dezember 1782
"Sie waren so gütig meiner Bitte zuvorzukommen, und mir in meinen literarischen Bedürfnissen Vorschub zu versprechen. Ich bin also so frei Ihnen ohngefehr diejenigen Schriften zu merken, die mir zuerst einfallen, und meinen gegenwärtigen Wunsch am nächsten liegen. Sie sind:
Leßings kritische Schriften, also ohngefehr
Dramaturgie.
Theaterbibliotec.
Beiträge zur Litteratur.
Laokoon.